Da der Winter in diesem Jahr so lang gewesen ist, mit extrem viel Schnee, steht der Yellowstone noch in voller Blüte. Überall leuchtet es gelb, violett, weiß, rot...
Das Lamar Valley begleitet uns bis zum Slough Creek Campground. Diesen konnte man nicht vorreserieren, es gilt first come first serve... also wer zuerst kommt malt zuerst :-)) Wir hatten Glück und ein letzter Platz war noch frei. Also fix das Zelt aufgebaut, da kommt unser Nachbar, ein sehr netter Mensch, und erzählt von von drei Schwarzbären, die seit zwei Tagen jeweils morgens und abends auf der Wiese vor unserem Zelt waren. Er meinte, wir sollten wachsam sein - okay!
Wir sind dann erstmal losgefahren, um am South Rim of the Yellowstone eine Wanderung zu machen, und zwar den Uncle Tom 's Trail... 368 Metallstufen nach unten und wieder rauf... Herz-Kreislauf-Kranke können hier gleich einpacken! Von unten hat man einen tollen Blick auf die Upper Falls des Yellowstone River.
Weiter ging es dann am South Rim entlang zum Artist Point. Hier hatten wir Glück und konnten gleich einem Ranger-Vortrag über Bären lauschen und die notwendige Unterschrift ergattern :-)) Eigentlich wollten wir von hier aus die Wanderung Ricktung Lily Pad Lake als Rundweg beenden, das war jedoch aufgrund des tödlichen Angriffes eines Grizzlys nicht möglich, da das gesamt Gebiet gesperrt war. So sind wir den gleichen Weg zurückgegangen, den wir gekommen waren. Plötzlich hört man erst ein klopfendes Geräusch, das man nicht wirklich einordnen kann und dann kracht eine Lodgepole Pine mitten auf den Weg, wir haben totales Glück gehabt!
Zurück am Campground haben wir erstmal gekocht...ein nicht ganz so lecker Moose Drool geköpft. Dieses Bier war uns von einem Australier, den wir beim Frühstück in Cody getroffen hatten, empfohlen worden. Naja, das kann man vielleicht trinken, wenn man in einer Bar sitzt, für ein Bierchen am Lagerfeuer aber eindeutig zu schwer. Dann plötzlich Gewitter und Regen... auch egal, wir waren eh kaputt, also ab ins Zelt, ein paar Runden Schnapp-Land-Fluss gespielt und richtig ab in Bett - äh Schlafsack :-)) Die Nacht war OK, auch wenn es echt kalt war, aber Dank langer Hose und dickem Pulli war es eingemummelt im Schlafsack auszuhalten.
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